Hamburg & Schleswig-Holstein: Heimspiel für Udo Lindenberg ohne Heiserkeit in „Hamburch“

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Hamburg (dpa/lno) – Sein „Hamburch“ hat ihn wieder – mit Hut und Hattrick beim Heimspiel: Rockstar Udo Lindenberg hat auf seiner Deutschlandtour am Donnerstagabend in seiner Wahlheimat Hamburg Station gemacht. 12 500 Fans feierten mit dem 73-Jährigen eine ganz spezielle Panik-Party – den Auftakt zu erstmals gleich drei Shows in Folge, für die der Musiker bis Samstagabend mit der Barclaycard Arena die größte Halle der Hansestadt reserviert hat. Es war auch der erste Auftritt nach seinem Konzert in München, bei dem der Sänger mit Stimmproblemen zu kämpfen hatte. Im „Keine Panik“-Udo-Style beruhigte er danach die Fans: „kleiner blöder Bazillus“ auf den Stimmbändern.

Hoch im Norden grassierte dann wieder nur noch das Panik-Virus. Von Heiserkeit keine Spur. „Alles wieder gut“, versicherte auch Lindenberg. Der Rockmusiker gurgelte sein „Goldkehlchen“ mit Eierlikör, den Fans verabreichte er eine starke Dosis „Udopium“ aus rund 30 Songs seiner bald 50-jährigen Karriere. Von der Ankunft des Raumschiffs „Panik 1“ mit dem Treibstoff „Woddy Wodka“ bis zur Abreise mit „Odyssee“ ließen Lindenberg und seine Crew es in der mehr als zweieinhalbstündigen Rockrevue krachen, auf der Bühne ebenso wie auf riesigen LED-Wänden.

„Hallo Hamburch“, rief der Musiker und schickte einen Lindianer-Schrei hinterher. „Es ist so geil, endlich wieder hier zu sein“, jubelte er – und die Halle tobte. Alle drei Konzerte seien „konsequent knallevoll“ ausverkauft. „Das gab’s noch nie!“ Mit Panikrock, politischen Statements und prominenten Gästen wie Musiker Johannes Oerding und Schauspielerin Maria Furtwängler zelebrierte er sein Heimspiel – bis hoch unter das Hallendach feierten die Hamburger begeistert mit. „Ein historischer, geiler Abend“, sagte Lindenberg. „Unvergesslich!“