The Masked Singer: Applaus für Heinz Hoenig, Shitstorm für Faisal Kawusi wegen Merkel-Witz

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Applaus und Bewunderung für Heinz Hoenig: Der Schauspieler ist am Donnerstag bei „The Masked Singer“ als Kakadu enttarnt worden – endlich ein Star. Aber es gab noch eine weitere Premiere: einen Shitstorm im Internet. Denn Comedian Faisal Kawusi verirrte sich in der Humorebene und witzelte unterhalb der Gürtellinie, ausgerechnet über die Bundeskanzlerin.

Am Ende wurde der Verlierer mit Sprechchören gefeiert: „Ka-ka-du! Ka-ka-du!“ hallte es durchs Kölner Studio von „The Masked Singer“, als Schauspieler Heinz Hoenig (67) unter der bunten Maskierung zum Vorschein kam. Er musste sich, weil er die wenigstens Publikumsstimmen erhalten hatte, demaskieren.

Die Erleichterung war im Saal und im Internet zu spüren: Endlich der lebende Beweis, dass es sich bei der Erfolgsshow doch nicht nur um eine Resteverwertung der C-Promis aus der Sendefamilie handelt.

Hoenig hat weit über 150 Rollen in Film und Fernsehen gespielt, ist mit dem „Bambi“ genauso geehrt worden wie mit dem Deutschen Filmpreis und der „Goldenen Kamera“ – ein anderes Kaliber also, als etwa Schmetterling Susan Sideropoulos.

„Ich feiere den ersten A-Liga Promi – Hut ab!“ wurde im Netz gejubelt. „Deutschlands Unterhaltungsbranche hat zu wenige wie Heinz Hoenig!“ Die erste echte Star-Überraschung hatte sich indes angedeutet. Als Kakadu waren mit Jürgen von der Lippe, Axel Prahl, Stefan Raab und Hape Kerkeling auch andere Hochkaräter im Gespräch gewesen.

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„The Masked Singer“: Faisal verhebt sich an Witz über Angela Merkel

Aber es gab auch negative Überraschungen – und zwar abseits der Bühne. Das ging für viele schon mit der Besetzung des Comedian Faisal Kawusi (27) als Gast-Juror los. Denn wer will Champions League bei den maskierten Stars erwarten, wenn er Regionalliga auf die Jury-Bank schickt?

Dementsprechend gerieten einige Witze des Schwergewichts unterklassig. „Das geht gar nicht!“, tönte es shitstormmäßig im Netz, „Der Humor ist zu grob.“ Faisal attestierte zunächst dem sexy Pantherweibchen einen „Hüftschwung wie bei einer demotivierten Stripperin“ und machte sich dann auch noch über die Kanzlerin lustig.

„Wenn der Kakadu weiter so zittert, schwenke ich um und tippe auf: Angela Merkel.“ Das Netz reagierte sofort: „Das ist der Grund, warum man Faisal nicht einlädt.“

Von den schlechten Witzen ließ sich auch Moderator Matthias Opdenhövel anstecken. Als Jurorin Ruth Moschner (43) als Grashüpfer Mirco Nontschew (Kultkomiker seit „RTL-Samstagnacht“) ins Gespräch brachte, kommentierte Moderator Matthias Opdenhövel (48) böse: „Lebt der überhaupt noch?“ Haha. Wer diverse C-Promis im Glashaus sitzen hat, sollte nicht mit despektierlichen Sprüchen um sich werfen.

Ist Wladimir Klitschko das Eichhörnchen?

Aber, keine Panik ProSieben. Die Sendung ist höllisch spannend, das Konzept fesselt die ratelustige Republik, getragen von gigantischen Auftritten der maskierten Kandidaten. Und nur, wo so viel gleißendes Licht ist, kann auch Schatten sein. Und wenn der Schmetterling nicht Heidi Klum war – so what!

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Denn die Fans werden weiter grübeln: Ist der Panther wirklich Stefanie Hertel? Ja, höchstwahrscheinlich! Noch klarer scheint die Geschichte beim Engel. Es wäre eine Sensation, wenn es nicht Bülent Ceylan wäre. Denn der verriet sich – zumindest ein bisschen. Bei seiner rammsteinigen Version von „Atemlos“ animierte er das Publikum zum Mitfeiern – mit „Unn jetz alle!“. „Unn“, nicht „und“ – typisch „Monnemerisch“. Da konnte man nicht mal Faisal widersprechen: „Ich verwette meine Playstation, dass das Bülent Ceylan ist“.

Matthias Opdenhövel kommentierte übrigens: „Der Engel bleibt sich treu. Erst Marilyn Manson, dann Metallica, jetzt Helene Fischer.“

Der testosteron-gepushte Kudu ist Daniel Aminati, sind sich viele Fans sicher. Beim ProSieben-Online-Ratespiel hatte er jedenfalls nach der Show 9.000 Stimmen Vorsprung vor dem am zweithäufigsten genannten Promi (Detlef D Soost). Keine andere Abstimmung ist ähnlich deutlich.

Auch beim Grashüpfer gibt es eine deutliche Fan-Tendenz. Auch wenn es schön wäre, wenn aus dem Kostüm „Tatort“-Star Jan Josef Liefers oder Bayern-Kicker Jerome Boateng hüpfen würden – es wird dann wohl doch „nur“ Gil Ofarim sein.

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Überirdische Performance vom Astronauten

Beim Astronauten ist die Identität fast egal. Zu überirdisch schön singt er, entführt die Zuhörer in eine andere Galaxie. Trotzdem: Klarer Fan-Favorit ist Max Mutzke. Ruth Moschner brachte aber auch Michael Schulte ins Gespräch, der wie Max Mutzke beim Eurovision Song Contest auftrat (nur 14 Jahre später und um vier Plätze erfolgreicher).

Beim anderen großen Publikumsliebling, dem Monster, holt Box-Weltmeisterin Susi Kentikian gegenüber Dschungelkönigin Evelyn Burdecki auf. Für die Boxerin spräche ihr Gardemaß von „1,55 Metern“ (Collien Ulmen-Fernandes), für die Ex-Bachelor-Kandidatin und Dschungelcamp-Teilnehmerin ihre putzige Verpeiltheit: Das Monster verwechselt jedes Mal den Bühnenausgang.

Bisher war die Frage beim Eichhörnchen: Welcher Hasselhoff verbirgt sich unter dem Kostüm – der „echte“ (David, „Baywatch“-Held) oder der „falsche“, Evil Jared? Der war Bassist bei der Bloodhound Gang, zählt zum festen Inventar der ProSieben-Sendefamilie (Stockcar Challenge, Wok-WM, Duell um die Welt, Circus HalliGalli) und heißt bürgerlich Jared Victor Hennegan. Bodybuilding-Statur und lüsternes Macho-Gehabe (Spitzname: Eichhorn) sprächen für den Rock-Rüpel.

Oder – man wird ja hoffen dürfen – ist das Eichhörnchen doch Topmodel Marcus Schenkenberg? Oder gar Wladimir Klitschko? Opdenhövel versprach einen Sportler, einen Weltmeister. Sagen wir mal so: Wenn das Monster Evelyn Burdecki ist, dann MUSS das Eichhörnchen Klitschko sein!