Höhle der Löwen: Bei ‚BitterLiebe‘-Pitch kommt es zum Streit

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Jeder Löwe will den besten Deal. Dass es dabei auch schon mal etwas lauter zugehen kann, zeigt die aktuelle Folge. Nils Glagau und Ralf Dümmel buhlen um das junge Start-up ‚BitterLiebe‘ – doch über den Zuschlag freut sich eine Dritte. Ob die Gründer ihre Entscheidung bereuen und wie es weiterging.

Wenn es um gute Erfindungen geht, kennen die Investoren kein Pardon: Dann geht es in „Die Höhle der Löwen“ ordentlich zu Sache – auch in der aktuellen Folge wird mit harten Bandagen gekämpft. Mittendrin: Nils Glagau und Ralf Dümmel.

Auslöser für den Zoff sind die Gründer Andre Sierek (26) und Jan Stratmann (25), die am Dienstagabend in „Die Höhle der Löwen“ ihr Wunderprodukt „BitterLiebe“ präsentierten. Damit soll der vergessene Markt der Bitterstoffe neu belebt werden.

Andre bewarb die Idee hinter dem Produkt: „Der bittere Geschmack kommt in unserer Welt leider kaum noch vor. Das ist sehr schade. Denn Bitterstoffe tun unserem Körper richtig gut.“ Mit ihrem Portfolio aus Tropfen, ein Pulver und Tee wollen die beiden Jungs den bitteren Geschmack wieder positiv besetzen und in das Bewusstsein der Menschen zurückrufen.

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Dafür suchten die beiden 200.000 Euro in die Höhle der Löwen und waren bereit, 12,5 Prozent ihrer Firmenanteile abzutreten. „Wir wollen einen Deal haben, um unser Start-up auf eine neue Stufe zu heben“, verkündeten die beiden Gründer im Vorfeld des Pitchs.

Höhle der Löwen: Streit um Deal

Die Löwen waren sofort Feuer und Flamme: Gleich vier Investoren versuchten, sich den Deal unter den Nagel zu reißen. Wöhrl und Glagau machten ein gemeinsames Angebot: 200.000 Euro für 30 Prozent der Anteile. Doch auch Williams und Dümmel warfen ihre Offerte – jeweils alleine – in den Ring: 200.000 Euro für 20 Prozent. Danach steckt das Gründer-Duo die Köpfe zusammen, um sich zu beraten.

Andre und Jan kosten ihre 'BitterLiebe'-Tropfen

Und wie heißt es so schön? Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte – in diesem Fall Judith Williams. Sie sagte den Gründern zu, ‚BitterLiebe‘ zunächst im Teleshopping zu launchen und dann in den Drogeriemarkt zu bringen. Mit dem „nötigen Fingerspitzengefühl“ wolle sie an die Sache herangehen und dann schauen „wohin die Reise geht“.

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„Am Ende waren die Argumente, die Frau Williams angebracht hat, am überzeugendsten. Außerdem ist das primäre Ziel für uns, dass wir eine Marke aufbauen rund um den Geschmack ‚bitter‘. Und was den Markenaufbau angeht, ist Frau Williams einfach extrem gut“, erläutert Andre Sierek die Entscheidung gegen die laut brüllenden Investoren Glagau und Dümmel gegenüber FOCUS Online.

‚BitterLiebe‘: So ging es für das Start-up weiter

Doch konnte Judith Williams auch halten, was sie den Gründern versprochen hat? Immerhin sind seit dem Pitch inzwischen einige Monate ins Land gegangen.

Die Gründer haben gute Nachrichten: Auch einige Monate nach dem Pitch steht der Deal noch immer, wie auch Judith Williams gegenüber FOCUS Online bekräftigt. Und sie haben noch mehr Gutes zu berichten: Die Produkte von ‚BitterLiebe‘ wird es nach der Sendung sowohl deutschlandweit in allen dm-Drogeriemärkten als auch regelmäßig live über den Teleshopping-Kanal bei HSE24 sowie in dessen Onlineshop geben. Damit haben die beiden Gründer neben ihrem eigenen Onlineshop drei weitere Kanäle erschlossen, über die sie ihre Produkte an den Mann bringen können.

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Seit dem Deal in der „Höhle der Löwen“ hätte das junge Start-up zudem an der Produktion der Produkte geschraubt, wie Gründer Andre Sierek im Gespräch verrät. „Dank Frau Williams und der Sendung haben wir unser Lager inzwischen komplett ausgelagert und die Produktion extrem hochgefahren. Vor dem Pitch haben wir noch selbst versendet“, resümiert Andre. In diesem Jahr erwarten die beiden Jungs einen Umsatz zwischen 1,7 bis zwei Millionen Euro. Im Vergleich zu 2018 eine riesige Steigerung.